MITTEILUNG

ERDBEBEN DER STÄRKE 8,0 IN LORETO, PERU

 
                   
 

Am 26. Mai 2019 wurde im peruanischen Department Loreto um 02:41 Uhr ein Erdbeben der Stärke 8,0 auf der Richterskala in 135 Kilometern Tiefe festgestellt, mit dem Epizentrum 60 km südlich von Lagunas und 64 km östlich von Yurimaguas in der Provinz Alto Amazonas. Außer in Loreto war das Erdbeben in den nördlichen und zentralen Regionen von La Libertad, Tumbes, Piura, Lambayeque, Amazonas, San Martín, Cajamarca, Ancash, Huánuco, Pasco und Junín sowie in der Hauptstadt Lima zu spüren.

Angesichts der durch das Erdbeben verursachten Notfallsituation überwachte und verfolgte das Nationale Institut für Zivilschutz (INDECI) über das Nationale Notfall-Operationszentrum (COEN) multisektorale Reaktionsmaßnahmen, um die Grundbedürfnisse der geschädigten und betroffenen Bevölkerung zu decken. Ein Einsatzteam wurde in das betroffene Gebiet entsandt, um die regionalen und lokalen Behörden zu unterstützen und bei der Schadensermittlung mitzuwirken.

Das COEN berichtete, dass das Erdbeben bisher 2 Tote, 15 Verletzte, 226 geschädigte Familien und 284 betroffene Familien gefordert hat. Ebenso gibt es 228 unbewohnbare Wohnungen, 284 beeinträchtigte Wohnungen, 22 beeinträchtigte Bildungseinrichtungen, 4 unbenutzbare Bildungseinrichtungen, 26 beeinträchtigte Gesundheitszentren sowie 17 beeinträchtigte öffentliche Einrichtungen. Es gab auch Berichte über eine eingestürzte Autobrücke, eine beeinträchtigte Fußgängerbrücke und einen beschädigten Wasserspeicher.

Der Präsident der Republik hat sich in das Katastrophengebiet begeben, um die entstandenen Schäden zu überprüfen und die notwendigen Maßnahmen zur Bewältigung des Notfalls zu ergreifen. Er veranlasste auch, dass seine Minister in verschiedene Teile des nordöstlichen Teils des Landes reisten, um sich über die Situation zu informieren und die notwendigen Schadensbegrenzungs- und Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung zu treffen.

Das Gesundheitsministerium hat seinerseits das Alarmsystem zur medizinischen Versorgung in den betroffenen Gebieten ausgelöst und medizinische Notfallteams in die betroffenen Gebiete entsandt.

Das Innenministerium hat über die peruanische Nationalpolizei insgesamt 3.000 Einsatzkräfte mobilisiert, um die durch das Erdbeben betroffenen Gebiete zu betreuen. Darüber hinaus wurde der Einsatz von drei MI-17-Helikoptern aus Lima, Mazamari und Madre de Dios für Luftoperationen veranlasst, und ein Antonov-Flugzeug und ein Yankee-Flugzeug wurden nach Pucallpa verlegt.

Weiterführende Informationen finden Sie in spanischer Sprache unter: www.indeci.gob.pe/emergencias/

Berlin, 27. Mai 2019